Brauchen Schwangere zusätzlich Jod?
Ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland nimmt zu wenig Jod auf – in der Schwangerschaft steigt der Bedarf.
Die kurze Antwort
Oft ja. Der Jodbedarf steigt in der Schwangerschaft von 150 auf 220 Mikrogramm pro Tag. Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung mit Jodsalz, Milchprodukten und Seefisch kann es sinnvoll sein, täglich 100 bis 150 Mikrogramm Jod einzunehmen – sprich mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.
Warum das wichtig ist
Jod braucht die Schilddrüse für Hormone, die sowohl die Schwangere als auch das Ungeborene benötigt. Zu wenig erhöht das Risiko für Früh- und Fehlgeburten und kann die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.
Ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland hat ein Risiko für eine zu geringe Jodaufnahme – besonders Veganerinnen und Raucherinnen.
Beispiele: 100 g Seelachs liefern etwa 65 µg Jod, 1 g Jodsalz etwa 20 µg.
Was du tun kannst
- Verwende Jodsalz und iss regelmäßig Milchprodukte und Seefisch.
- Frag nach einem Jodpräparat mit 100–150 µg.
- Kauf Jod am besten als Arzneimittel in der Apotheke.
- Bei Schilddrüsenerkrankungen: vorher ärztlich abklären.
Häufige Fragen
Enthält mein Schwangerschaftsvitamin genug Jod?
Das ist sehr unterschiedlich. Prüfe die Packung – und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob ein zusätzliches Jodpräparat sinnvoll ist.
Quellen
Basierend auf offiziellen Gesundheitsempfehlungen. Zuletzt geprüft . Empfehlungen können sich zwischen Ländern unterscheiden – folge immer dem Rat deiner eigenen Ärztin, deines Arztes oder deiner Hebamme. Medizinischer Hinweis.
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